Projekt: Tierpflege/Tierschutz, Affen-Rehabilitation
Rehabilitationszentrum für südamerikanische Affen in
Córdoba, Argentina
Ort:
Provinz Córdoba, Argentina. In den Sierras von Córdoba,
ca. 80 km nördlich von Córdoba Stadt, auf einer Höhe
von ca. 1.325 m.
Zeitraum: dieses
Projekt kann jederzeit während des ganzen Jahres begonnen
werden. Minimale Zeitdauer: 2 Wochen, idealerweise für 4
Wochen. Nach den ersten 4 Wochen kann der Volunteer seinen Aufenthalt
vor Ort verlängern.
Einrichtung: Das
Affen-Rehabilitationszentrum wird von einer kleinen privaten Stiftung
betrieben,
die sich durch Spenden, öffentlichen und staatlichen Zuschüssen,
durch Eintrittsgelder von Besuchern und durch einen Beitrag der
internationalen Volunteers finanziert. Das Zentrum besitzt mehrere
Gruppen freilebender Carayá-Affen (Spezies „Alouatta
Carayá“) mit insgesamt ca. 86 Primaten. Neuankommende
Tiere werden eine Zeitlang im Gehege gehalten, um sie langsam
an die fremde Umgebung und anderen Tiere zu gewöhnen. Die
Affengruppen leben in unterschiedlichen Teilen des Geländes,
in einem Beobachtungsbereich, in einer Baumgruppe und in einem
Waldabschnitt.
Daneben gibt es auch zwei bis drei Pumas und einen Löwen
im Gehege sowie mehrere Hunde, Enten usw.
Das Rehabilitationszentrum existiert seit über 10 Jahren
und nimmt Affen aus dem ganzen Lande auf, die vormals als Haustiere
gehalten wurden oder aus Labors gerettet wurden bzw. bei illegalem
Tierhandel konfiziert worden sind. Diese Affengattung ist nicht
in der Provinz Córdoba heimisch, sondern kommt in Nordargentinien
vor. Es ist das erste Affen-Rehabilitationsprogramm in Argentinien
und
das
einzige in der Provinz Córdoba. Das Ziel ist die Rettung
dieser Affengattung, die Reproduktion der Affen zum Artenschutz
und die spätere Auswilderung.
Das Zentrumspersonal mit mind. 2 Personen, die das ganze Jahr
permanent auf der Station anwesend sind, lebt in einem Haus auf
dem Gelände, in dem sich auch die Küche und der Speiseraum
für die Volunteers befindet. Es sind ständig ein paar
argentinische wie auch internationale Volunteers im Zentrum beschäftigt.
Die Volunteers selbst übernachten in einer kleinen rustikalen
Hütte auf dem Gelände.
Das Zentrum ist täglich für Besucher geöffnet,
denen die Arbeit des Zentrum in einem Rundgang vorgestellt wird.
Insbesondere in der Sommer- und Ferienzeit im Januar/Februar wie
auch in den Osterferien und im Winter Mitte Juli ist das Zentrum
Ziel vieler argentinischer Touristen und Familien mit Kindern,
die einen Tagesausflug in die Sierras unternehmen und dabei das
Affenzentrum besuchen.
Aufgaben der internationalen
Volunteers: Mithilfe bei allen anfallenden täglichen
Arbeiten. Tiere füttern und betreuen, Gehege säubern
und reparieren, Installationen auf dem Gelände errichten
und warten, Besucher herumführen und betreuen.
Voraussetzungen:
Unter den einheimischen Volunteers sind oftmals Biologie-Studenten,
die Ihre Abschlussarbeit über Primaten schreiben oder an
Forschungsprojekten teilnehmen. Der internationale Volunteer muss
nicht unbedingt Biologie, Veterinärmedizin oder ähnliches
studieren, um hier mitarbeiten zu können. Das Projekt steht
allen Tier- und Naturliebhabern offen, die gerne die freie Natur
geniessen und Spass im Umgang mit Tieren und Primaten haben. Man
sollte physisch gesund sein und auch eine Zeitlang auf Komfort
verzichten können gegen den Genuss des einfachen, rustikalen
Landlebens.
Der Teilnehmer sollte über eine Tetanus-Impfung verfügen.
Die notwendigen Spansichkenntnisse werden vorab in einem 4-wöchigen
Intensivkurs in Córdoba Stadt erworben.
Unterkunft/Verpflegung:
Die Volunteers werden in einer rustikalen Hütte auf dem Gelände
des Zentrums untergebracht. 2-4 Volunteers teilen sich ein Zimmer.
Die Volunteers erhalten Verpflegung durch die Zentrumsleitung.
Gegessen wird gemeinsam im Haus der Leitung.
Kosten: die internationalen Volunteers entrichten einen
Kostenbeitrag genauso wie beim Farmstayprogramm an das Rehabilitationszentrum
für die Unterbringung und komplette Verpflegung auf dem Gelände
des Zentrums (Euro 150,-/Woche). Mit diesem Beitrag unterstützen die Volunteers
auch dieses Projekt finanziell, da die Spenden und staatlichen
Zuschüsse nicht ausreichen.
